kunibert fritz

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kunibert fritz

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entwicklung

 

Zu den Bildern

Die Bildfläche ist ein Raster von gleichgroßen Quadraten. Die Kantenlänge der Quadrate beträgt zwei , 2,5 oder 5 Zentimeter. Die Quadrate sind farbig: schwarz, weiß, gelb, rot, blau. Die von mir zunächst regelmäßig angeordnete Verteilung der Farben wurde von einem Computerprogramm "durcheinandergewürfelt".
Der Computer kann mit dem entsprechenden Programm eine für mich nicht überschaubare Anzahl von unterschiedlichen Farbverteilungen vornehmen. Ich habe aus einer Anzahl von ausgedruckten Farbvariationen ausgewählt. Ein ausschlaggebendes Kriterium dabei war für mich, daß der Eindruck eines Rasters erhalten bleibt. Ein Rasterbild auszuwählen, welches die Spannung, was Figur, was Grund darstellt, in der Schwebe hält. D. h. für das Auge des Betrachters soll die Möglichkeit gegeben sein auf der Bildfläche unterschiedliche Beziehungen zwischen den Farbquadraten herzustellen: gleichsam immer wieder neue Kombinationen zu entdecken, diese zu erweitern oder aufzulösen und von neuem zu bestimmen. Vergleichbar mit der Möglichkeit einzelne, lose Farbquadrate wie Bausteine zu verschieben, auszutauschen, neu anzuordnen. Ein spannendes Spiel ?!
Mein Ziel ist es, den Betrachter über die zunächst automatisch wirkende Bewegung des Auges zu einer kontrollierend-abwägenden Bewegung zu verleiten. Der Betrachter kann Bildteile vergleichen und Bezüge herstellen, vielleicht bereitet ihm das Vergnügen. Der Betrachter, der sich in dieser Weise dem Bild zuwendet macht Erfahrungen mit Farbbeziehungen und seinen Empfindungen, die sie auslösen. Neben den Wirkungen von Hell-Dunkel-Kontrast, Farb-verwandtschaft, Räumlichkeit, Schwingung werden Vorlieben und Abneigung auftreten und die Auswahl der Kombinationen bestimmen. Das Auge verharrt oder flüchtet.

Kunibert Fritz

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